Bild des Treenetaler Logo
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50 Jahre Treenetaler

Seit 50 Jahren klötern nun in unserem Abfüllraum im Tarper Treenetal die Flaschen. Zuerst noch von Hand gebürstet und gewaschen, den Bügelverschluss fingerfertig ratz-fatz verschlossen, die Buddel noch mal auf den Kopf gestellt, damit der Saft sich auch schön verteilte und zu 25 in eine Holzkiste gelegt, hieß das fertige Produkt D.K. Limonade. Das fand eine Firma namens Deka aber nicht gut, so dass Firmengründer Detlef Knutzen dann kurz J.K. Limonade verkaufte, bis er mit dem Markennamen Treenetaler und dem dazugehörigen prägnanten Schriftzug so richtig zufrieden war. Und seit dem gilt unverändert: wo Treenetaler drauf steht ist auch Treenetaler drin.

Bild Treenetaler Heros Comic Cover

„50 Jahre, das ist ein so schönes Jubiläum, da müssen wir etwas Außergewöhnliches machen“, fanden Ulrike Prinz-Knutzen und ihr Mann Joachim Knutzen, der den Familienbetrieb „Treenetaler“ in Tarp in der zweiten Generation leitet. Und sie sorgten für etwas Außergewöhnliches: Der Zeichner Kim, Schmidt nahm sich die Getränkefirma und ihre Mitarbeiter vor und schuf die „Treenetaler Heroes“. 10 000 Exemplare wurden gedruckt – insbesondere auch für die Kunden.

Als Kim Schmidt vor zwei Jahren die Anfrage bekam, erinnerte er sich sofort an Treenetaler Sprudel, den er als Kind immer getrunken hatte: „Ich konnte damals eine Flasche auf ex trinken“, erzählte er lachend. „Dann konnte man gewaltig Rülpsen.“ Für eine Zeichnung stand damit das Motiv fest. Weitere Ideen lieferten die zwölf Verkaufsfahrer. Da gab es schon mal die Begegnung mit dem Hofhund, das Türöffnen durch eine nur spärlich bekleidete Kundin, den Unfall mit Glas- und Kistenbruch, bei dem die Kunden heil gebliebene Flaschen auf der Straße konsumierten. Viele dieser Erlebnisse setzte der Erfinder der „Local Heroes“ nun für die „Treenetaler Heroes“ um.

Am 2. Mai, dem Jubiläumstag, wird ein „Tag der offenen Tür veranstaltet“, bei dem die Besucher bei der Produktion zuschauen und natürlich alle Produkte probieren können. Kim Schmidt wird die „Treentaler Heroes“ dort auf Wunsch signieren.

Am 2. Mai 1960 gründete Detlef Knutzen die Firma Treenetaler mit der Idee, selbst hergestellte Getränke den Kunden direkt ins Haus zu liefern. Das Wasser aus dem eigenen Brunnen, das immer wieder überprüft wird, war und ist von hervorragender Qualität. Der erste Renner war „Rote Himbeer Brause“. Dieses Getränk gibt es noch heute. Viele Geschmacksrichtungen kamen und gingen, aktuell werden 32 produziert. „Der Geschmack ändert sich häufig, darauf müssen wir reagieren“, so Ulrike Prinz-Knutzen. Dauerbrenner sind Wasser, Säfte und Limonaden. Aber auch Bier und Wein werden mitgeliefert.

Foto Ulrike Prinz-Knutzen Treenetaler

In dem lustigen Heft ist deutlich zu erkennen, welche Philosophie bei Treenetaler herrscht: „Die Kundenzufriedenheit ist uns besonders wichtig“, so Ulrike Prinz-Knutzen. Die zwölf langjährig beschäftigten Fahrer, die mit ihren Fahrzeugen auf 110 Routen im nördlichen Schleswig-Holstein etwa 6000 Kunden im zwei Wochen Rhythmus beliefern, kennen beinahe alle Kunden persönlich. Inzwischen bestellen viele Kunden im Online-Shop.

Die Treenetaler-Flaschen werden in Holzminden hergestellt. Die Flaschendeckel kommen aus Finnland, die Etiketten aus Bremen. Die Rohstoffe für die Getränke liefert ein Anbieter aus Heidelberg.